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Hintergrundinfos zur Massentierhaltung

 Essen ist nicht nur eine überlebenswichtige Notwendigkeit, Essen ist so viel mehr: Geselligkeit, Genuss, Frust, Traurigkeit, Freude, Spaß, …

Was Essen aber leider viel zu oft ist, ist Leid. Nicht unbedingt für uns Menschen, aber für viele Tiere, NUTZtiere (was für ein ekelhaftes Wort), und auch unsere Umwelt.

Fleisch, Fisch, Milch, Eier landen täglich auf den Tellern vieler Menschen. Die wenigsten wissen, welches Tierleid sie damit fördern – und viele wollen es wahrscheinlich auch nicht wissen! Billig soll es im besten Fall sein, billig und viel davon…

Was bedeutet das aber für die Tiere, die extra für dieses Bedürfnis gezüchtet und gehalten und letztlich getötet werden? Was passiert in ihrem Leben, bis es so weit ist?

Wenn Fleisch, Milch und Eier billig sein sollen, dann geht das ausschließlich über die Massentierhaltung. Was bedeutet Massentierhaltung? Vor allem sehr viele Tiere auf sehr engem Raum…

„In den letzten Jahrzehnten hat die Anzahl landwirtschaftlich genutzter Tiere pro Betrieb zugenommen, insbesondere in der Geflügelhaltung. Heute sind Bestände von 100.000 Legehennen, Zehntausenden Masthühnern oder Puten pro Betrieb eher die Regel als die Ausnahme. Neben der Zunahme der Betriebsgröße ist eine Abnahme der Anzahl der Betriebe zu verzeichnen.“ 

Deutscher Tierschutzbund (o.J.) Was ist Massentierhaltung?https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/landwirtschaft/was-ist-massentierhaltung/

100.000 Tiere, stelle man sich das einmal vor! Wir halten zuhause vielleicht einen Hund, vielleicht zwei Katzen. Und haben wir nicht schon hier oft das Gefühl, dem Tier nicht gerecht zu werden? Zu wenig Zeit, zu kurzer Auslauf, zu viel allein! Kann man sich dann wirklich vorstellen, dass sich jemand um mehr als 100.000 Tiere wirklich kümmern kann? 

https://blog.wdr.de/landtagsblog/podcast-massentierhaltung-und-landespolitik-ein-trauerspiel
http://lebensraum-permakultur.de/artikel-ein-paar-gedanken-zu-massentierhaltung

Sehen diese Tiere aus, als würde sich jemand gut und liebevoll um sie kümmern? Ich denke nicht. ☹

Schweine werden in ihrem kurzen Leben jedes Jahr mehrmals zwangsbesamt. Man könnte es auch Vergewaltigung nennen. Woher stammt das Sperma dafür? Das Sperma stammt aus sexuellen Übergriffen an Ebern, die genau wie ihre weiblichen Leidensgenossinnen genau dafür in engen Käfigen oder Gehegen ohne Beschäftigung oder Auslauf gehalten werden. (Vgl. Deutsches Tierschutzbüro (2020). Neue Recherche deckt auf: Sexuelle Übergriffe in der Schweinezucht. Abgerufen am 20.05.2022 unter https://www.tierschutzbuero.de/uebergriffe-schweinezucht/)

Wie die Tiere hausen und gefügig gemacht werden, kann sich jede gerne anschauen unter https://www.youtube.com/watch?v=BCfvuFm3gpo. Diese Bilder erspare ich uns hier…

Nachdem die Sau mit etwa sieben Monaten zum ersten Mal zwangsbesamt wurde, verbringt sie ab sofort ihr halbes Leben in einem engen Kastenstand, der ihr weder erlaubt, sich zu bewegen noch sich nach dem Abferkeln um ihre Kinder zu kümmern, geschweige denn sich für das Gebären eine möglichst bequeme Position zu suchen. Sie darf ihre Ferkel nicht lecken, nicht schubsen, nicht liebkosen. Sie hat keine Rechte, sie ist nicht mehr als eine Notwendigkeit für die Fleischproduktion. 

„Ihr Leben ist ein ununterbrochener Zyklus aus künstlicher Besamung, Trächtigkeit, Geburt, Säugezeit und erneuter Besamung. […] Eine Sau durchläuft diesen „Produktionszyklus“ so lange, bis sie die gewünschte „Aufzuchtleistung“ von durchschnittlich etwa 30 Ferkeln pro Jahr nicht mehr erbringt. Danach wird sie geschlachtet. Die meisten Sauen überleben diesen Zyklus nur wenige Jahre.“

Vier Pfoten in Deutschland (2020) Kastenstand. Abgerufen am 20.05.2022 unter https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/nutztiere/schweine/kastenstand

Kühe erleiden ein ähnliches Schicksal. Hier steht die Fleischproduktion oftmals am Ende eines qualvollen Lebens als Milchkuh. Die meisten Menschen wissen nicht oder verdrängen, dass Kühe wie alle anderen Säugetiere auch, nur Milch geben, wenn sie vorher ein Baby zur Welt gebracht haben. Wir Menschen nehmen dem Kuhbaby dann die wichtige Muttermilch weg, um sie zu verkaufen oder weiterzuverarbeiten. Das Kalb wird von der Mutter getrennt, in einer kargen Plastikbox ohne Liebe, ohne Fürsorge oft bei Wind und Wetter mit sich und den anderen Kälbern in den anderen Boxen allein gelassen und mit künstlicher Ersatzmilch gefüttert. Ist das Kalb männlich, geht es schnell zum Schlachthaus. Ist das Kalb weiblich, ereilt es ein ähnlich schlimmes Schicksal wie das der Mama. Die Kuhmama schreit oft tage- oder sogar wochenlang nach ihrem Baby, doch wird sie es in den meisten Fällen nie mehr sehen. Lässt ihre Milchleistung nach, wird die Kuh neu zwangsbesamt und ihr Leid beginnt von neuem. Nach etwa fünf bis sieben Jahren ist der Körper so ausgemergelt, dass sich eine weitere Schwangerschaft nicht mehr lohnt und die ausgebeutete Kuh wird zum Schlachthaus gefahren.


Immer noch werden viele Kühe im Stall angebunden, was bedeutet, dass sie sich kaum bewegen oder drehen können. Dürfen sie doch herumlaufen, werden den Kühen schon in jungen Jahren die Hörner weggebrannt, damit die oft gestörten Tiere sich nicht gegenseitig verletzen können. (Vgl. Welttierschutz e.V. (2022). Kuh und du. Abgerufen am 23.05.2022 unter https://welttierschutz.org/kuhplusdu/)

Der Mensch findet eben für alles eine Lösung!

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